TÜV fällig?
Alles zur HU.
Wann dein Auto zur Hauptuntersuchung muss, wie du die Plakette liest und was passiert, wenn du den Termin verpasst – kurz und verständlich.
Wie oft muss ein Auto zum TÜV?
Ein neues Auto muss erstmals drei Jahre nach der Erstzulassung zur Hauptuntersuchung (HU). Danach ist die HU alle zwei Jahre fällig. Umgangssprachlich sagt man „TÜV“, prüfen dürfen aber auch DEKRA, GTÜ, KÜS und andere anerkannte Prüforganisationen.
| Fahrzeug | Erste HU | Danach |
|---|---|---|
| Pkw (neu) | nach 3 Jahren | alle 2 Jahre |
| Motorrad | nach 2 Jahren | alle 2 Jahre |
So liest du die Plakette
Die Prüfplakette sitzt auf dem hinteren Kennzeichen. Die Zahl in der Mitte ist das Jahr der nächsten HU – „26“ steht für 2026. Der Monat ist die Zahl, die oben steht, also auf 12 Uhr: Zeigt die „4“ nach oben, ist die HU im April fällig. Jedes Jahr hat außerdem eine eigene Farbe; für 2026 ist sie blau.
HU überzogen: Was kostet das?
Der TÜV selbst verhängt keine Bußgelder. Teuer wird es, wenn du in eine Verkehrskontrolle gerätst. Für Pkw gilt laut Bußgeldkatalog:
| Überzogen um | Bußgeld | Punkte |
|---|---|---|
| mehr als 2 bis 4 Monate | 15 € | – |
| mehr als 4 bis 8 Monate | 25 € | – |
| mehr als 8 Monate | 60 € | 1 Punkt |
Dazu kommt: Ist die HU mehr als zwei Monate überfällig, wird eine Ergänzungsuntersuchung fällig. Die Prüfung kostet dann rund 20 Prozent mehr.
Mängel gefunden – und jetzt?
Bei erheblichen Mängeln gibt es keine neue Plakette. Du hast dann einen Monat Zeit, die Mängel beheben zu lassen und zur Nachprüfung zu fahren. Verpasst du die Frist, ist eine komplett neue HU fällig. Bei gefährlichen Mängeln darfst du nur noch direkt in die Werkstatt fahren.
- Termin rechtzeitig für den Fälligkeitsmonat buchen
- Licht, Reifen, Wischer und Warndreieck vorher selbst checken
- Bei Umbauten die Gutachten und ABEs mitnehmen
